Grippeschutzimpfung: Aus der Theorie in die Apotheke

Aus einer versorgungspolitisch und gesundheitsökonomisch motivierten Idee wurde Realität: In diesen Tagen werden die ersten Patienten in deutschen Apotheken gegen Influenza geimpft. Eine Präventionsmaßnahme, die in Zeiten der COVID-19-Pandemie noch bedeutsamer ist als ohnehin in jeder gewöhnlichen Wintersaison. Wir von May und Bauer freuen uns sehr, dass wir die wissenschaftliche Evaluation des Modellprojekts in der Region Nordrhein im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg und des Apothekerverbands Nordrhein durchführen werden.  
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Gratulation an den Apothekerverband Nordrhein und die AOK Rheinland/ Hamburg zum ersten Modellprojekt Grippeschutzimpfung in der Apotheke!

In der Region Nordrhein kann man sich zur nächsten Grippesaison auch in der Apotheke impfen lassen. Die Vereinbarung zwischen Apothekern und der AOK ist ein großer Verhandlungserfolg und aus der Versorgungssicht wie der gesundheitsökonomischen Perspektive  zu begrüßen. Die Evaluation des Modellprojekts wird endlich auch in Deutschland zu einer Versachlichung der Kontroverse um dieses Thema beitragen.

Lesen Sie mehr dazu unter:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/07/09/apotheker-sollen-12-61-euro-fuer-das-impfen-erhalten

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Biologikamarkt: Einsparungen durch Biosimilars für die GKV mindestens doppelt so hoch wie bisher angenommen

Neue Berechnungen aktuell realisierter Einsparvolumina und eine Diskussion realistischer Einsparpotenziale durch Biosimilars von May und Bauer in der Ausgabe 04/2020 des Monitor Versorgungsforschung und bereits als eFirst-Ausgabe unter folgendem Link online verfügbar: https://www.monitor-versorgungsforschung.de/efirst/Bauer-May-Guilini_Biosimilar_Einsparvolumina/view

Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass unter Berücksichtigung aller ausgabenrelevanten Faktoren bereits mindestens doppelt so hohe Einsparungen erzielt werden, wie bislang allgemein ausgewiesen – die Forderung nach exklusiven Rabattverträgen im Biosimilarmarkt relativiert sich in Anbetracht dieser Zahlen.

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The treatment of migraine patients with triptans – is there a need for further Rx-to-OTC switches?

In dem im Februar in der Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagment des Thieme Verlags erschienenen Artikel The treatment of migraine patients with triptans – is there a need for further Rx-to-OTC switches? wird der Bedarf weiterer Entlassungen von Triptanen aus der Rezeptpflicht (sog. RX-to-OTC Switches) diskutiert. Dieser basiert auf den ebenfalls in dem Artikel beschriebenen Ergebnissen einer Befragung unter 206 Migränepatienten.

Der Artikel ist unter folgendem Link verfügbar: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0836-2852

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Konzept zur Impfung in Apotheken vorgestellt

DAZ online berichtet über die Vorstellung unseres Konzepts zur Umsetzung der Grippeschutzimpfung in der Apotheke beim diesjährigen Kooperationsgipfel des BVDAK in München:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/02/14/haftung-beim-impfen-kein-problem

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Dr. Ich – Uwe May zur Selbstbehandlung in der Apotheken Umschau

Dr. Ich: Unter diesem Titel widmet sich die aktuelle Ausgabe der Apothekenumschau dem Thema Selbstbehandlung. Dabei geht es im Wesentlichen um die Frage, wie unser Gesundheitssystem und die überlasteten Arztpraxen durch mehr eigenverantwortliches Handeln entlastet werden können. Uwe May kommt hier zu Wort und verweist auf gesundheitsökonomische  Berechnungen von May und Bauer. So werden schon heute Ressourcen im Wert rund 21 Milliarden Euro pro Jahr durch die Selbstbehandlung leichter Gesundheitsstörungen freigesetzt und stehen für die Behandlung schwererer Erkrankungen zur Verfügung.
Hier finden Sie den Artikel online:
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Lotsen für den Patienten, Gatekeeper für das System

Wie das Gesundheitswesen von den Apotheken profitiert

Die hitzige Debatte um Folgerezepte und Grippeschutz­impfungen in der Apotheke hat einmal mehr gezeigt, dass die Grenze zwischen ärztlichen und pharma­zeutischen Kompetenzen hart umkämpft ist. An dem Versorgungsinteresse der Patienten und dem gesellschaftlichen Bestreben eines nutzenorientierten und ­effizienten Ressourceneinsatzes im Gesundheitswesen geht diese Kontroverse häufig vorbei. Gesundheits­ökonomische Analysen, die diese Ziele in den Vordergrund rücken, liefern häufig rationale Argumente dafür, die heilberufliche Kompetenz der Apotheken stärker zu nutzen.
Hier finden Sie den Artikel online:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2020/daz-1-2020/lotsen-fuer-den-patienten-gatekeeper-fuer-das-system
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Grippeimpfungen in der Apotheke sind im Patienteninteresse

Anlässlich des Hausärztetages wurde erneut heftiger Widerstand der organisierten Ärzteschaft gegen die im Apothekenstärkungsgesetz vorgesehenen Modellprojekte zur Grippeimpfung in Apotheken angekündigt. Und wieder spielt der Patient, bzw. die Tatsache, dass viele Menschen vor einer gefährlichen Influenza bewahrt werden könnten, in der vorgebrachten Argumentation keine Rolle. Es kann und darf nicht sein, dass die Akteure im Gesundheitswesen sich mehr und mehr um sich selbst drehen und dabei mitunter auch noch politische Aufmerksamkeit erzielen!

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Chancen und Herausforderungen innovativer Switches

Migräne betrifft etwa 8 Mio. Menschen in Deutschland.

Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind erheblich und die Behandlungskosten für das Gesundheitssystem belaufen sich auf ca. 450 Mio. Euro pro Jahr. Hinzu kommt der volkswirtschaftliche Schaden durch Arbeitsausfälle.

Eine Untersuchung von May und Bauer zeigt, dass sich viele Betroffen wünschen, weitere Migränemittel (Triptane) ohne Rezept direkt in der Apotheke kaufen zu können. Außerdem könnten durch Entlassungen aus der Verschreibungspflicht die Versorgungsqualität verbessert und die Kosten für Gesundheitssystem und Volkswirtschaft deutlich reduziert werden.

Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der heutigen Ausgabe der Deutschen Apotheker Zeitung sowie in der aktuellen Ausgabe des Journals Gesundheitsökonomie & Qualitätsmanagement nachzulesen.

Hier finden Sie die Artikel online:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2019/daz-9-2019/chancen-und-herausforderungen-innovativer-switches

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-0836-2852

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Gute Argumente für die Apotheke vor Ort

Uwe May und Cosima Bauer liefern Argumente für die Apotheke vor Ort.

Die deutschen Vor-Ort-Apotheken sind seit dem im Oktober 2016 ergangenen EuGH-Urteil zur Rx-Preisbindung einer ungleichen Konkurrenz mit ausländischen Versendern ausgesetzt. Welche Maßnahmen können ihnen helfen? Der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Uwe May und die Politikwissenschaftlerin Cosima Bauer befassen sich in der aktuellen AZ mit einigen Leitfragen in dieser Debatte und geben Argumente für die Apotheke vor Ort an die Hand.

Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 19. Oktober 2016 sind die deutschen Vor-Ort-Apotheken mit der ungleichen Konkurrenz durch ausländische Versender konfrontiert. Welche Maßnahmen hierbei Abhilfe schaffen könnten, wird derzeit intensiv diskutiert. Anhand einiger Leitfragen haben der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Uwe May und die Politikwissenschaftlerin Cosima Bauer wichtige Thesen zur Stützung der Vor-Ort-Apotheken dargelegt, die im Wesentlichen auf zwei wissenschaftlichen Gutachten zu den Themen Rx-Versandverbot sowie Honorierungs­system für Apotheken basieren. Auftraggeber dieser Gutachten waren der Deutsche Apotheker Verlag und die Noweda Apothekergenossenschaft.

Aus welchen Gründen kann der freie Wettbewerb im Apothekenmarkt keine gute Lösung herbeiführen?

Nach den Regeln der Marktwirtschaft schöpfen Anbieter die Zahlungsbereitschaft potenzieller Käufer möglichst aus. Je notwendiger die Leistung akut gebraucht wird, umso höher ist die Zahlungsbereitschaft (z. B. Schlüsseldienst). Demzufolge könnten Apotheker in Notfällen mit eiligem Medikations- oder dringendem Beratungsbedarf Monopolpreise durchsetzen. In der Versorgung von Standardfällen würde es hingegen in einem freien Wett­bewerb dazu kommen, dass für Apotheken auskömmliche Preise, mit denen das hochqualifizierte Personal und die Apothekenausstattung bereitgehalten und finanziert werden können, nicht durchsetzbar sind. Beide Situationen sind unerwünscht und sollten aus volkswirtschaftlicher Sicht durch steuernde Eingriffe in den freien Markt korrigiert werden. Auch eine gleichmäßige regionale Verteilung von Apotheken, ohne größere Lücken, würde in einem freien Markt nicht zustande kommen, da sich die Profitabilität lageabhängig stark unterscheidet. Regulierungen dienen also dazu, die wirtschaftliche Existenzfähigkeit von Apotheken als Mittel zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Arzneimittelversorgung der Bevölkerung insgesamt und bundesweit zu gewährleisten. Zugleich werden Verbraucher vor marktwirtschaftlichen Kräften bewahrt, die im Kontext der Gesundheitsversorgung gesellschaftlich unerwünscht und sozialpolitisch nicht vertretbar sind.

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